Das Klavier-Duo Kolodochka in der Berliner Philharmonie

Das Klavier-Duo Alexander und Ekaterina Kolodochka feierte am 29. September 2013 mit seinem Programm „Classic meets Jazz“ein fulminantes Hauptstadtdebüt im Kammermusiksaal der Berliner Philharmonie.

Im ausverkauften Kammermusiksaal (1000+ Plätze) präsentierten die Geschwister Alexander und Ekaterina Kolodochka eines ihrer erfolgreichen Programme, mit dem sie schon bei vielen ihrer Konzerte   und Events das Publikum begeisterten.  Die beiden aus einer russischen Musikerfamilie stammenden und seit langem in Deutschland lebenden jungen Klaviervirtuosen verbinden die Präzision des russischen Handwerks mit der künstlerischen Freiheit, die sie sich in Deutschland erarbeitet haben.

Schon der Beginn des Programms mit der Cuban Ouverture von George Gershwin sorgte beim Publikum für die erforderliche Spannung und Vorfreude auf das weitere Programm. In der Fassung für zwei Klaviere war der Einstieg ein perfektes Showcase für das grandios aufeinander eingespielte Klavier-Duo. Welch ein Kontrast nach dem hochvirtuosen Tastendonner dann die feinfühlige Interpretation von Sergei Rachmaninoff‘s „Faintaisie Tableaux (Suite No. 1), op.5“, dessen romantischen Duktus die Geschwister Alexander und Ekaterina erfreulich unpathetisch herausarbeiteten. In der ersten Hälfte zeigten die beiden Pianisten an zwei Flügeln, was im klassischen Repertoire in ihnen steckt. Sie beeindruckten mit großer Präzision und Harmonie und schufen ein perfektes Klangerlebnis, das von den Zuschauern schon zwischen den Sätzen mit Applaus bedacht wurde. Mit „La Valse“ von Maurice Ravel als impressionistisches Schwelgen im ¾ Takt fand der erste Teil des Konzerts eine überzeugende Fortsetzung.

Dieser Abend ging mit seiner Gestaltung und seinem Repertoire über das hinaus, was der klassische Konzertbesucher gemeinhin geboten bekommt. Dies verdeutlichte dann auch die zweite Hälfte, in der die beiden Pianisten von den beiden Perkussionisten des Duo Percuplex an den Schlagwerken begleitet wurden. Ganz in weiß widmeten sich die vier Musiker als erstes den Symphonischen Tänzen aus Bernsteins West Side Story. Das Zusammenspiel aus Schlagwerken und zwei Flügeln entfachte einen Beat, der das Publikum – ob jung oder alt – begeisterte.

Den krönenden Abschluss bildete Gershwins famose „Rhapsody in blue“ in einem eigenen Arrangement, dem das Duo Kolodochka mit aberwitziger Klanggewalt aber auch mit schönem Gespür für die ruhigeren Momente – rhythmisch grandios assistiert von den beiden Perkussionisten des duo percuplex – hinreißende Farbpracht gab. Im Anschluss wurden sowohl das Klavier-Duo als auch die Perkussionisten mit tosendem Jubel gefeiert.

Bei der Zugabe stellten Ekaterina und Alexander Kolodochka dann noch einmal ihre große Klasse an den Flügeln unter Beweis und bedankten sich bei ihrem Publikum mit einem blitzsauberen Säbeltanz von Aram Chatschaturjan bevor sie sich gemeinsam mit dem duo percuplex mit dem „Finale“ aus Karneval der Tiere von Camille Saint Saens schwungvoll von ihrem Berliner Publikum verabschiedeten. Lang anhaltender Applaus und „Standing Ovations“ waren der Dank des begeisterten Publikums.

Der Erfolg ihres Berlin Debüts vor ausverkauftem Haus zeigt, welch großes Interesse beim Publikum an dieser Symbiose aus Klassik und Jazz auf