Recital im Robert Schumann Saal Düsseldorf – 19. März 2015 4 hands, 2 pianos

 

Die Geschwister Alexander & Ekaterina Kolodochka verstehen es hervorragend, jedem der von ihnen gespielten Werke ihre ganz persönliche Note zu geben. Ihre pianistische Leistung wie auch ihre musikalische Interpretationsfähigkeit machen sie zu Publikumsmagneten.

Die musikalische Ausrichtung ihrer Konzerte ist vielschichtig und dabei immer darauf bedacht, dem interessierten Publikum unabhängig von Alter und Musikneigungen hochwertige Unterhaltung zu bieten. Das Ergebnis ist stilistisch gesehen äußerst vielseitig und ist dynamisch und modern, wobei bei ihren Erfolgsprogrammen CLASSIC meets JAZZ die Herkunft aus der Welt der Klassik keinesfalls unterdrückt wird. Dabei gilt die Präferenz der Geschwister Alexander und Ekaterina immer dem Vortrag an zwei Flügeln. Seine besondere Faszination erzeugt das Geschwisterpaar durch die traumhaft sicheren Dialoge, die sich in manchmal irrwitzigem Tempo ergänzen, wobei die Läufe zwischen den vier Händen rasant wechseln.

 Im Mittelpunkt dieses Klavierabends steht die berühmte Sonate für zwei Klaviere op 34b von Johannes Brahms. Sie ist die musikalisch überzeugende Version der Komposition, die später zum f-Moll Klavier-Quintett erweitert und berühmt werden sollte. Innerhalb dieses Kompositionsprozesses nimmt die Sonate einen völlig eigenständigen Standpunkt ein. Die große Nähe der beiden Werke zueinander blieb bestehen. Hört man heute die Sonate für zwei Klaviere klingt wohl auch immer die in ihren Klangfarben differenzierte Klavierquintett Fassung mit.

Den Auftakt zu diesem besonderen Klavierabend bilden die „Variationen zu einem Thema von Haydn op.56 b“ von Johannes Brahms. Die Variationen über Themen von Haydn, Schumann und Paganini brachten Brahms den Ruf eines Künstlers der Variationen ein. Dabei zählen die Haydn-Variationen zu den Meisterwerken der Klavierliteratur.

Es folgen zwei Suiten op. 15 und op. 23 aus dem Werk „Five Suites for two pianos“ von Anton Arensky. Seine Suiten zählen zu den bedeutendsten Werken für zwei Klaviere. Sie spielen eine entscheidende Rolle in der Musikentwicklung für Klavierduo im 20. Jahrhundert und nehmen die Zuhörer in eine unvergessliche Welt der pianistischen Sensibilität und des Melodiereichtums.

Kolodochka