“METROPOLIS” am 13. Juni im Maritim Hotel Düsseldorf

Am 13. Juni 2015 präsentieren wir Stummfilm / Live Music (4 hands, 2 pianos) „Metropolis“ von Fritz Lang (1927), Musik von Gottfried Huppertz (1927) Restaurierte Fassung (2010) in einer Bearbeitung von Felix Treiber (2012) für zwei Klaviere im Maritim Hotel Düsseldorf.
Beginn: 18.30

Stummfilm “Metropolis” von Franz Lang
Neue Musik-Fassung für zwei Klaviere

Im März 2012 fand im Kino Babylon in Berlin die Europa-Premiere der neu rekonstruierten Huppertz-Fassung in der Bearbeitung für zwei Klaviere von Felix Treiber statt.
Vor fast 30 Jahren feierte bereits eine erste Fassung für zwei Klaviere der Originalkomposition von Gottfried Huppertz Premiere. Seitdem hat Frank Strobel diese Fassung in mehr als 100 Filmkonzerten weltweit aufgeführt. 2010 mündete die intensive Beschäftigung mit der Musik in der Restaurierung und Bearbeitung der großen Orchesterfassung für die nun final vorliegende Rekonstruktion von “Metropolis”.

Zur neuen Fassung:
Mit einem überraschenden Fund in Buenos Aires 2008 begann das weltweit beachtete Restaurierungsprojekt von “Metropolis”. Entdeckt wurde eine über lange Zeit vergessene, weltweit einzigartige Fassung des Filmes, die bislang verloren geglaubte Szenen enthielt. Durch die neu eingefügten Teile unterscheidet sich “Metropolis” (1927/2010) nun von den früheren, deutlich kürzeren Fassungen aus den Jahren 1988 und 2001. Sie geben der Geschichte eine neue Balance und lassen die menschlichen Handlungsmotive vor der atemberaubenden Science-Fiction-Kulisse deutlicher hervortreten.

Zur Musik:
Bei der Rekonstruktion der Uraufführungsfassung zählte die Originalpartitur von Gottfried Huppertz (1887-1937) zu den wichtigsten Quellen, um Aufschluss über die ursprüngliche Schnittfolge zu erhalten. Anhand von mehr als 1000 Synchronpunkten, die Huppertz in der Partitur verzeichnet hat, ließ sich die Reihenfolge der Einstellungen präzise rekonstruieren. Die Musik, die bereits während der Dreharbeiten entstand, ist integraler Bestandteil des Films und stellt ein frühes Zeugnis für eine enge Zusammenarbeit zwischen Filmkomponist, Drehbuchautorin und Regisseur dar. Huppertz gelingt es, einen komplementären (Gefühls-)Raum zu erschaffen für das, was Fritz Lang filmisch konstruiert. Die Musik durchleuchtet quasi von innen heraus die filmische Handlung, bringt die Seelenzustände der Protagonisten zur Sprache und etabliert je nach Situation die entsprechende Atmosphäre.

Das Meisterwerk “Metropolis” von Fritz Lang wurde in den Jahren 1925 bis 1926 gedreht, ist eines der teuersten der damaligen Zeit und zählt zu den bedeutendsten Werken der Filmgeschichte.

Quelle: Babylon Berlin


Recital im Robert Schumann Saal Düsseldorf – 19. März 2015 4 hands, 2 pianos

 

Die Geschwister Alexander & Ekaterina Kolodochka verstehen es hervorragend, jedem der von ihnen gespielten Werke ihre ganz persönliche Note zu geben. Ihre pianistische Leistung wie auch ihre musikalische Interpretationsfähigkeit machen sie zu Publikumsmagneten.

Die musikalische Ausrichtung ihrer Konzerte ist vielschichtig und dabei immer darauf bedacht, dem interessierten Publikum unabhängig von Alter und Musikneigungen hochwertige Unterhaltung zu bieten. Das Ergebnis ist stilistisch gesehen äußerst vielseitig und ist dynamisch und modern, wobei bei ihren Erfolgsprogrammen CLASSIC meets JAZZ die Herkunft aus der Welt der Klassik keinesfalls unterdrückt wird. Dabei gilt die Präferenz der Geschwister Alexander und Ekaterina immer dem Vortrag an zwei Flügeln. Seine besondere Faszination erzeugt das Geschwisterpaar durch die traumhaft sicheren Dialoge, die sich in manchmal irrwitzigem Tempo ergänzen, wobei die Läufe zwischen den vier Händen rasant wechseln.

 Im Mittelpunkt dieses Klavierabends steht die berühmte Sonate für zwei Klaviere op 34b von Johannes Brahms. Sie ist die musikalisch überzeugende Version der Komposition, die später zum f-Moll Klavier-Quintett erweitert und berühmt werden sollte. Innerhalb dieses Kompositionsprozesses nimmt die Sonate einen völlig eigenständigen Standpunkt ein. Die große Nähe der beiden Werke zueinander blieb bestehen. Hört man heute die Sonate für zwei Klaviere klingt wohl auch immer die in ihren Klangfarben differenzierte Klavierquintett Fassung mit.

Den Auftakt zu diesem besonderen Klavierabend bilden die „Variationen zu einem Thema von Haydn op.56 b“ von Johannes Brahms. Die Variationen über Themen von Haydn, Schumann und Paganini brachten Brahms den Ruf eines Künstlers der Variationen ein. Dabei zählen die Haydn-Variationen zu den Meisterwerken der Klavierliteratur.

Es folgen zwei Suiten op. 15 und op. 23 aus dem Werk „Five Suites for two pianos“ von Anton Arensky. Seine Suiten zählen zu den bedeutendsten Werken für zwei Klaviere. Sie spielen eine entscheidende Rolle in der Musikentwicklung für Klavierduo im 20. Jahrhundert und nehmen die Zuhörer in eine unvergessliche Welt der pianistischen Sensibilität und des Melodiereichtums.

Kolodochka